„Das ist ein aufregender Fulltime-Job“

Familienmodelle gibt es unterschiedliche: verheirate oder unverheiratete Eltern, alleinerziehende oder gleichgeschlechtliche – und es gibt unsere LOOP-Familien. LOOP möchte jedem Kind, das körperliches oder seelisches Leid erfahren hat, ein wärmendes und sicheres Zuhause geben. Genau das ist das Ziel unserer LOOP-Familien.

Am heutigen 15. Mai feiern wir den ‚Internationalen Tag der Familie.‘ Grund genug, sich unsere LOOP-Familien anzuschauen. Der Fachbegriff lautet Sozialpädagogische Lebensgemeinschaft, kurz SpLG. Hierunter fallen Familien, Paare oder Einzelpersonen, die in der Regel ein bis zwei Kinder oder Jugendliche in ihrem Lebensverbund bzw. in ihrer Familie aufnehmen. In der heimischen Umgebung werden die Kinder und Jugendlichen rund um die Uhr von den speziell ausgebildeten SpLG-Müttern oder -Vätern begleitet und pädagogisch intensiv betreut.

Grundlage der pädagogischen Betreuung sind entsprechende Hilfepläne nach Paragraph 34 des achten Sozialgesetzbuchs. „Ziel ist es, verhaltensauffälligen und vernachlässigten Kindern und Jugendlichen langfristig eine neue Erziehungs- und Lebensform in einem stabilen, familiären Bezugsrahmen zu ermöglichen“, erklärt Ilona Götz, Leiterin der stationären Maßnahmen bei LOOP.

„Empathie, Ruhe und Fingerspitzengefühl“
„Ganz gleich, ob Säugling oder Teenager – bei LOOP streben wir eine Eins-zu-Eins-Betreuung an, das heißt: pro fachlich ausgebildeten Elternteil ein Kind“, sagt Ilona Götz. Unsere LOOP-Familien werden vorab intensiv geprüft und auf die herausfordernde und verantwortungsvolle Aufgabe vorbereitet. Denn gerade die pädagogische Begleitung eines traumatisierten Kindes verlangt von den SpLGs ausgeprägte empathische Fähigkeiten, viel Ruhe und Fingerspitzengefühl ab. „Und das ist ein aufregender Fulltime-Job, den die Familien übernehmen. Jeden Tag, sieben Tage die Woche, 365 Tage im Jahr.“

Nach der Aufnahme des Kindes endet die Betreuung durch LOOP nicht. Die pädagogischen Fachkräfte begleiten die Familien weiter regelmäßig. Die Herkunftsfamilie des Kindes wird bei Erziehungsfragen, wichtigen Entscheidungen eingebunden, und auch Treffen zwischen Kindern und den leiblichen Eltern werden gefördert. Immer im Blick: das Wohl des Kindes.

Weitere Informationen zu unseren LOOP-Familien findet ihr hier.